Dual Career Couples

Coaching-Seminar für Doppelkarrierepaare

„Der Begriff Doppelkarrierepaar (dual career couple) meint nicht nur doppelte Erwerbstätigkeit, sondern darüber hinaus ein hohes Maß an beruflichem ‚commitment‘ und eine (lebenslange) Aufstiegs- bzw. Karriereorientierung beider Partner.“ (Michael Meuser, Professor für Soziologie der Geschlechterverhältnisse, TU Dortmund)

Egal ob ambitionierte Akademiker in der Wirtschaft, der Verwaltung oder Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler: Für alle ist es eine große Herausforderung zwei Karrieren und eine Familiengründung zu realisieren. Die Zahl von Doppelkarrierepaaren wird derzeit auf 9 % der Paare in Deutschland geschätzt – Tendenz steigend.

Hoher Arbeitseinsatz und hohe Mobilitätserfordernisse bei beiden Partnern erfordern ein ausgeklügeltes Management, das mit den traditionellen Vorstellungen eines glücklichen Familienlebens schwer zu verbinden ist. Für Mitglieder des wissenschaftlichen Mittelbaus kommen noch die Besonderheiten der Wissenschaftskarrieren hinzu: vor allem befristete Verträge, die ein hohes Maß an Unsicherheit bedeuten. Das angebotene Seminar unterstützt diese Paare in ihrer gemeinsamen Lebens- und Alltagsplanung bzw. -bewältigung.

„Wer sich um Wissenschaftlerinnen kümmern will, wer will, dass nicht eine ganze Hälfte unseres intellektuellen Potentials chancenlos verbleibt, muss sich nicht nur mit der Kinderbetreuung befassen und für ein adäquates Mentoring sorgen, nein, auch für die Partner.“ (Prof. Ernst-Ludwig Winnacker, DFG-Präsident, anlässlich der Tagung „Verflechtung beruflicher Karrieren in Akademiker-Partnerschaften“ am 24. Februar 2003 im Wissenschaftszentrum Bonn)

Das Problem der DCCs ist in erster Linie ein Frauen- und damit ein Gleichstellungsproblem, da zwar 80 % der Wissenschaftlerinnen Partner haben, die ebenfalls in der Wissenschaft tätig sind, jedoch umgekehrt nur 9 % der wissenschaftler Partnerinnen haben, die in diesem Bereich tätig sind. Das ist in der Wirtschaft nicht anders! Wer Frauen in Spitzenpositionen bringen möchte, sollte sich auch um deren Partnerschaften Gedanken machen.

 

Zielgruppe:

Fach- und Führungskräfte bzw. Führungsnachwuchskräfte und deren karriereorientierten Partnerinnen bzw. Partner, ggf. mit Kindern oder Kinderwunsch

Zielgruppe Hochschulen:

Doktorandinnen, Doktoranden und Post-Docs mit Partnerin oder Partner, Teilnehmerinnen eines Mentoring-Programms für Nachwuchswissenschaftlerinnen, Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Graduiertenprogramms

Ergebnisse für TN/Inhalte:

  • Bewusstsein über persönliche Ziele für Karriere und Privatleben
  • Reflektion über persönliche Rollenbilder und Erweiterung innerer Erwartungsgrenzen
  • Persönlicher Lebensplan mit beiden Aspekten: Karriere und Familie; individuell und gemeinsam mit dem Partner/der Partnerin
  • Strategieentwicklung zur Alltagsplanung und -bewältigung
  • Kenntnisse über Hintergründe von Dual Career Couples (DCC): Definitionen, Rollenbilder Frau und Mann, DCC als Gleichstellungsthema, Entwicklung der Förderung von DCC in Deutschland, speziell für Hochschulen: Rollenbilder und DCC im Wissenschaftsbetrieb

Methoden:

  • Vorträge zu theoretischen Hintergründen und Unterscheidungen
  • Wahrnehmungsübungen
  • Übungen zur Selbstreflektion
  • Gruppen-Übungen
  • Paar-Übungen

Dauer: 1 – 2 Tage

Nutzen für Unternehmen:

  • Angebot unterstützt Maßnahmen im Bereich der Gleichstellung, Frauenförderung,  Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit demografischer Wandel.
  • Attraktives Angebot zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität im Rekrutierungswettbewerb und zum Halten von herausragendem Personal. Durch die meist längerfristigen Beschäftigungsverhältnisse der Dual Career Couples entstehen geringe Fluktuationen und Personalkosten.
    Speziell Hochschulen
    Angebot unterstützt die Umsetzung der DFG-Gleichstellungsstandards und die Anforderungen im Rahmen der Exzellenzinitiative (Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie) sowie des Professorinnenprogramms

Referenzen:
Scimento Mentoring für Wissenschaftlerinnen hessenweit (jährlich fortlaufend seit 2011)
Georg-August-Universität Göttingen (englischsprachig, 2011 und 2012)
Otto-von-Guericke Graduate School, Universität Magdeburg (englischsprachig, 2012)

Otto-von-Guericke Graduate Universität Magdeburg (2013)