School of life: Wie wir Familienleben und Arbeit in Balance halten

20.06.2017 |

Ich freue mich sehr auf diesen “Special Event” für die School of Life

am Samstag, 08. Juli 2017, 14.00 – 16.30 Uhr.

Welche Lebensmodelle für Beruf und Familie gibt es, wie sieht unsere eigene Situation aus und wie können wir sie aktiv verbessern?

Kinder und Beruf – beides ist wichtig im Leben und steht sich doch oftmals im Wege. Gibt es überhaupt ein „sowohl als auch“ oder ist es doch „entweder oder“? Ist das wirklich alles nur eine Frage der Organisation? Die meisten von uns ahnen, dass es auf diese Fragen keine einfachen Standardantworten gibt:

In diesem Seminar mit Vereinbarkeits-Expertin Dagmar Terbeznik skizzieren wir die aktuellen Lebensmodelle für Beruf und Familie, um unseren Standpunkt – ggf. auch im Dazwischen – zu verorten und bewusst zu hinterfragen. Dabei erarbeiten wir gemeinsam die Vor- und Nachteile unserer persönlichen Optionen.

Wir sehen uns an, welchen Einfluss die historische Entwicklung von Rollenbildern, aber auch die Erfahrungen aus der eigenen Kindheit, auf unsere Einstellungen haben. Wir reflektieren unsere individuellen Überzeugungen und Erwartungen:

Was ist eine gute Mutter?

Was ist ein guter Vater?

Was kennzeichnet eine gute Berufstätigkeit?

Was ist mir besonders wichtig?

Als soziale Wesen ist es auch wichtig, unser Umfeld zu betrachten. Wie stellt sich die Berufstätigkeit von Eltern heute dar und welche Wirkungen sind über die Historie zu beobachten? Für berufstätige Eltern spielt das Thema Zeit eine große Rolle. Daher betrachten wir die Auswirkungen unserer Entscheidungen für das Heute und für die Zukunft, wenn die Kinder älter und selbständiger werden.

Ziel des Seminars ist es, dass wir unsere Entscheidungen bewusst und klar treffen können, um daraus auch praktische Alltagslösungen abzuleiten.

Mehr Informationen und Tickets gibt es hier: http://www.theschooloflife.com/berlin/shop/programm/special-events-355/wie-wir-arbeit-und-familienleben-in-balance-halten.html

Salz in der Suppe: Demokratie der Zukunft?

14.03.2017 |

Nicht nur die Zukunft der Arbeit liegt mir am Herzen. Wer sich damit beschäftigt, kommt schnell auch in die anderen Bereiche des Lebens, denn es hängt ja doch alles zusammen. Dieses Vernetzen der unterschiedlichen Bereiche ist vielleicht sogar das, was das 21. Jahrhundert besonders prägen wird und dringend nötig ist. In unseren Institutionen und Systemen ist das aber größtenteils noch nicht angekommen oder wird zumindest nicht umgesetzt.

Aufbauend auf einigen interessanten Artikeln werde ich einige Denkanstöße zur Notwendigkeit der Veränderung nicht nur des wirtschaftlichen, sondern auch des politischen Systems geben. Wobei es nicht um das Ende der Demokratie geht, sondern vielleicht eher eine Erneuerung und Erweiterung der Demokratie…?

Demokratie der Zukunft?

Ich bin gespannt auf die anschließenden Gespräche

amMittwoch, 22. März 2017, 12:00 Uhr, bei einer gesunden Suppe

beim Networking Event von Meeet – West, Konstanzer Straße 15 A, Berlin-Wilmersdorf.

Weitere Infos und Anmeldung: http://meeet.de/salz-in-der-suppe-netzwerk-event/

AUGENHÖHECamp 2017 am 28. September

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Nachdem das erste AUGENHÖHECamp im September 2016 ein so großer Erfolg war und wir als Orga-Team auch immens Spaß daran hatten, gibt es dieses Jahr die nächste Runde:

Am 28.09.2017 ist es so weit und Unternehmensvertreter aller Branchen, Unternehmensgrößen, Fachabteilungen und Hierarchieebenen können Erfahrungen austauschen, Fragen stellen, Inspirationen teilen und finden.

Die zentral Frage ist dabei:

Wie wollen wir in Zukunft Arbeiten und damit in einer komplexen, schnellebigen Welt erfolgreich sein?

 

Mehr Informationen und Tickets finden sich auf: http://augenhoehe-camp.de/ahcamps-2017/augenhoehecamp-berlin-2017/

Ich freue mich auf viele Teilnehmer und tolle Inhalte!

The School of life: Wie wir Arbeit und Familienleben in Balance halten

08.02.2017 |

Im letzten Jahr eröffnete die School of Life eine Dependance in Berlin-Prenzlauer Berg.

The School of Life wurde vor 8 Jahren in London von dem Philosophen und Bestsellerautor Alain de Botton gegründet. Seine Idee war es, eine Schule zu eröffnen, in der man das lernen kann, was man an Schulen und in Universitäten nicht lernt: ein gutes und erfülltes Leben zu führen. Dafür bedient sich die School of Life – frei von jeder Ideologie und jedem Dogma – hilfreicher Ideen aus 3000 Jahren Kulturgeschichte – aus Philosophie, Psychologie, Psychoanalyse, Literatur und Kunst.

Eines dieser Angebote ist zukünftig ein Workhsop mit dem Titel “Wie wir Arbeit und Familienleben in Balance halten”, den ich in der School of life anbiete.

Termin: Sonntag, 2. April 2017, von 14 – 16.30 h

Mehr Informationen und Anmeldung hier:

http://www.theschooloflife.com/berlin/shop/programm/special-events-175/wie-wir-arbeit-und-familienleben-in-balance-halten.html

Berufstätige Eltern: Was Ihr alles schafft, ohne es zu merken

02.12.2016 |

Berufstätige Eltern fühlen sich oft zwischen den Stühlen. Sie haben das Gefühl, es weder im Job noch in der Familie wirklich gut zu machen.

Egal, ob sie Teilzeit oder Vollzeit arbeiten, die meisten fühlen sich nicht als große Leistungsträger. Dabei leisten berufstätige Eltern enorm viel. In der Familie wie auch im Beruf.

Vor wenigen Tagen habe ich bei der Simmons Leadership Conference in Berlin eine großartige Keynote von Anne-Marie Slaughter gehört. Das ist die Frau, die den heißdiskutierten Artikel „Why women still can‘t have it all“ geschrieben hat. Wer ihn nicht kennt, kann hier nachlesen.

Sie sagte viele kluge Dinge, von denen mir insbesondere in Erinnerung geblieben ist: Care means to invest in somebody else – Fürsorge bedeutet, in jemand anderen zu investieren. Überlegen Sie mal: Wie viele Kinder haben Sie? Was werden diese in Zukunft leisten? Und wieviele Enkelkinder werden Sie wohl mal haben? Was werden die wohl in Zukunft leisten? Was wäre, wenn Sie diese Fürsorge-Investition nicht tätigen würden? Eines der Probleme unserer heutigen Zeit ist die kurzfristige Zielorientierung. Wir denken, wir müssten in uns investieren, um möglichst viel aus unserem Leben „raus zu holen“. Dabei ist das Investment in andere mindestens so viel Wert, auch das sagte Anne-Marie Slaughter sehr richtig. Es gilt die alte Regel: Was immer wir geben, wir kriegen es zurück. Wer einmal im Leben einen sterbenden Menschen begleitet hat, weiß, was für ein unglaubliches „Investment“ das in das eigene Wachstum ist. Win-win würde man sagen. Fürsorge lässt unsere Persönlichkeit wachsen und ist ein enormes Investment, das zurückzahlt. Wann werden wir das kollektiv verstehen?

Das „Investment“ im Detail

Ich mache jetzt mal ein bisschen Selbsttherapie und lade Sie dazu ein, daran teilzuhaben. Ich schreibe einfach mal auf, was ich als Mutter gemeinsam mit meinem Mann, dem Vater meiner Kinder, im Alltag so alles leiste. Sie können ja abhaken, was auf Sie auch zutrifft und ergänzen, was ich vergessen habe.

  • Fünf Tage in der Woche Menschen antreiben aufzustehen, sich anzuziehen, zu frühstücken, sich die Zähne zu putzen und dann mit Schuhen und Jacken das Haus verlassen – dies erfordert gefühlt 30 x Sätze wie: „steh auf“, „jetzt ist Frühstücken dran, nicht spielen“, „zieh Dich jetzt an“, „beeil Dich“, etc.
  • Fünf Tage in der Woche Frühstücksbrote, Obst oder Gemüse und Getränke für Kita und Schule vorbereiten – ich frage mich, ab wann ich die Kinder das selbst machen lasse…
  • Einmal in der Woche das Haus bzw. die Wohnung aufräumen, damit die Putzfrau in der ihr vorgegebenen Zeit auch Putzen kann – das muss erledigt sein, bevor wir das Haus verlassen!
  • Täglich Postmappen, Mitteilungshefte u. ä. durchsehen und schauen, ob die Hausaufgaben im Hort gemacht wurden oder deren Erledigung komplett zu Hause betreuen. Sämtliche Zettel mit Infos zu Ausflügen, Terminen, Materialbedarfen für Projekte etc. im Blick behalten und die Kinder möglichst immer richtig ausgestattet losschicken (mir fehlt die Erfahrung, ab wann man ihnen das selbst überlassen kann, da ich erst 3. Klasse-Mutter bin).
  • Nachmittagsaktivitäten, Playdates, Sport, Musikunterricht etc. organisieren und Kinder chauffieren. Gerade mit mehreren Kindern ist das eine logistische Höchstleistung.
  • Pro Kind mindestens fünf Mal im Jahr Geschenke für Geburtstagseinladungen besorgen.
  • Mindestens für vier Festivitäten an Schule und im Kindergarten einen Buffetbeitrag organisieren. Dabei muss man schnell sein, sich in die entsprechenden Listen einzutragen, damit man „nur“ Getränke o. ä. mitbringen muss.
  • Pro Kind einen Kindergeburtstag pro Jahr ausrichten, der den eigenen Ansprüchen genügt, wobei Fragen zu beantworten sind wie: was schenken wir, was schenken die Großeltern, was können die Freunde schenken, die ja doch oft fragen; sollten die Kinder etwas kreatives bei der Feier machen und was für Material müssen wir dafür besorgen, feiern wir „außer Haus“ und haben weniger Stress, aber mehr Ausgaben, ist es pädagogisch wertvoll „außer Haus“ zu feiern oder sollten wir konsumkritischer erziehen? Wenn wir zu Hause feiern: welche Spiele etc. sind geeignet und was brauchen wir dafür; was gibt es für die Gäste in die (leider verbreitete) Mitgebsel-Tüte und wer besorgt das.
  • Zwei Mal im Jahr steht das Thema Klamotten-Wechsel an: Sommer zu Winter und Winter zu Sommer. Wer mehrere Kinder hat sortiert dann noch aus, was keinem mehr passt und verstaut was im Moment keinem passt. Schaut durch, wem gerade was passt und besorgt die Sachen, die fehlen. Dann kommt noch die Frage: Was geschieht mit den Sachen, die wir gar nicht mehr brauchen? Verkaufen oder verschenken…?
  • Schließtage organisieren. Und ich meine gar nicht die regulären in den Sommerferien, die auch schon viele Kindergarteneltern zum Urlaub in der Hochsaison zwingt. Ich meine die Weiterbildungstage, Personalversammlungen, Vorbereitungszeiten für die schönen Feste etc., die noch oben drauf kommen. Streiktage hat es auch schon gegeben…
  • Bald ist es wieder so weit: Die schöne Weihnachtszeit mit Adventskalendern – gekauft oder doch selbstgebastelt? Diversen Weihnachtsfeiern, Krippenspielen und wieder das leidige Geschenkethema. Vom Baumkauf, -schmücken, Essen vorbereiten etc. mal ganz abgesehen, das machen ja viele auch ohne Kinder.
  • Ganz abgesehen von den vollkommen unplanbaren Ereignisse: kranke Kinder organisieren. Die Frage klären, wer bleibt zu Hause, wer kann aushelfen, muss man zum Arzt etc. pp. Und besonders erfreulich, wer besorgt das Gesund-Attest, wenn eines erforderlich ist?

So. Und nachdem wir nun die rein organisatorischen Dinge so einigermaßen abgehakt haben – vergessen Sie nicht zu ergänzen! – kommen wir nun noch zu den weichen Faktoren des Lebens mit Kindern. Das was man „Erziehungsleistung“ nennt, obwohl ich das Wort nicht wirklich mag, aber Wordbashing mag ich noch weniger. Also, was kommt da noch an kraft- , nerven- und emotionsgeladenen Themen dazu?

Unglaublich viele Entscheidungen, wie:

  • Welche Sportart soll mein Kind ab welchem Alter neben Kindergarten/Schule betreiben?
  • Sollte das Kind auch musikalisch gefördert werden?
  • Wie finde ich raus, was das Kind überhaupt mag? Wenn es keine Lust mehr hat, wie sehr dränge ich auf Durchhalten und wie schnell lass ich ihm seinen Willen?
  • Wie voll sollte der Kalender meines Kindes sein? Wie wichtig sind mir Leerzeiten für freies Spielen, Verabredungen oder auch mal Langeweile.
  • Wie viel Taschengeld gebe ich bzw. gebe ich überhaupt ein regelmäßiges, festes Taschengeld?
  • Wie konsequent bin ich?
  • Verhandle ich mit meinem Kind, was verhandle ich, wann verhandle ich, wie verhandle ich?
  • Welche Regeln sind mir wirklich wichtig und welches ist das richtige Maß an Regeln?
  • ….

Und das ganze müssen sich dann gemeinsam erziehende Eltern auch noch gemeinsam überlegen bzw. entscheiden, wie unterschiedlich der Umgang mit Dingen in einer Familie sein darf und wie man damit umgeht.

Mein Fazit: Wir sollten uns alle feiern! Wir sind Höchstleister im wahrsten Sinne des Wortes!

Dieser Artikel erschien auch bei http://www.lob-magazin.de/familie/zeit-fuer-mich-ich/562-was-berufstaetige-eltern-alles-schaffen

ARD-Woche “Zukunft der Arbeit”

01.11.2016 |

ARD-Themenwoche “Zukunft der Arbeit”
30. Oktober bis 5. November 2016

 

Aktuell widmet sich auch die ARD mit einer Themenwoche der Zukunft der Arbeit. Hier finden Sie einen umfangreichen Überblick zum Programm und interessanten Hintergrundinformationen:

http://www.ard.de/home/themenwoche/ARD_Themenwoche_2016_Zukunft_der_Arbeit/3234726/index.html

Besonders möchte ich auf eine Dokumentation aufmerksam machen, die sehenswert ist:

Die Story im Ersten: Faktor Menschlichkeit

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Faktor-Menschlichke/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=38659790

Hier kommt Bodo Janssen von der Hotelkette Upstalsboom zu Wort, Google Hamburg wird vorgestellt und das Industrieunternehmen Phönix Contact. Es wird kritisch der Frage nachgegangen, wie “Menschenfreundlichkeit” und Wirtschaft eigentlich zusammenpassen.

Was denken Sie persönlich spontan darüber? Ich kenne viele Diskussionen zu diesem Thema. Der Film regt diese erneut an.

AUGENHÖHEwege: Film und Dialog am 14.06.16

13.05.2016 |

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Welche Wege führen zu einer neuen Kultur der Zusammenarbeit, die menschlich und ökonomisch erfolgreich ist?

Wir zeigen den Film AUGENHÖHEwege

Der Film zeigt mutige Organisationen, die ein gutes Stück ihres Weges bereits gegangen sind. Jede auf ihre ganz eigene Art und Weise, denn es gibt dafür keine “Rezepte”. Der Film regt zum Nachdenken und zum Austausch an. Vielleicht entstehen ja auch dieses Mal wieder Ideen für den eigenen Wirkungskreis? Wir sind gespannt!

Im Anschluss an die Filmvorführung wird Raum zum Dialog mit wechselnden Gesprächspartnern gegeben.
Dazu gibt es Fingerfood und Getränke.

Moderation: Jana Bruechmann und Dagmar Terbeznik

Mehr Infos über die Hintergründe: http://augenhoehe-wege.de/

 

Wann:

Wo: In den inspirierenden Räumen von

” rel=”stylesheet”> Meeet (Mitte) – Räume für Begegnungen – Chausseestraße 86, 10115 Berlin

Tickets erwerben Sie bitte hier: https://www.eventbrite.de/e/augenhohewege-film-und-dialog-fur-eine-neue-arbeitswelt-tickets-24951492586

New Work im klassischen Konferenzformat?

AHcampBLN 2016
13.04.2016 |

oder: Eine etwas andere Einladung zum AUGENHÖHEcamp Berlin

 

 

Immer wieder bin ich überrascht, wenn ich Konferenzen, Podiumsdiskussionen oder Tagungen mit dem Thema New Work, Arbeiten 4.0 oder ähnlichem entdecke und ein festgezurrtes Programm mit der Nennung verschiedener Experten als Speaker, Workshop Anbieter oder Podiumsgäste lese. Die Experten sollen in diesem Rahmen den Unwissenden erklären, wie es in Zukunft funktionieren wird. Die Unwissenden kommen scheinbar nicht, wenn sie nicht vorher wissen, dass renommierte Experten Ihnen Input mit Mehrwert bieten werden.

Passt das mit den Ansätzen von New Work zusammen?

Um es vorweg zu nehmen: Für mich nicht.

Natürlich ist es wertvoll von Experten, Vordenkern etc. interessanten Input zu erhalten. Die „unwissenden“ Zuhörer lernen etwas, erhalten Inspiration, können neue Informationen mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen abgleichen etc.. Die meisten Tagungen sind jedoch nur mit solchen „von oben, nach unten“-Formaten aufgebaut. Am Ende gibt es dann noch eine Fragerunde. Ich erlebe diese selten als wirklich ergiebig.

Modern ist es auch, das Publikum ein Meinungsbild zum aktuellen Thema abgeben zu lassen.  Damit ist die Veranstaltung dann innovativ, weil interaktiv – alle werden eingebunden. Wie schön.

Selbst Workshop-Anteile sind meist Vorträge für Kleingruppen. Eventuell mit einigen interaktiven Übungen aufgepeppt, aber doch immer noch: Experte erzählt, Lernender darf Fragen stellen. Immerhin darf man als Teilnehmerin selbst entscheiden zu welchem der parallel angebotenen Workshops man gehen möchte.

Mit den vielen renommierten Speakern geht auch ein hoher Preis einher. Frei nach dem Motto: Wenn es wenig kostet, ist es auch wenig wert. Oder es ist öffentlich finanziert. Dann muss über eine vernünftige Expertenliste gerechtfertigt werden, wofür die Steuergelder ausgegeben werden. Außerdem: Sonst kommt ja auch keiner.

Die große Frage ist: Stimmt das alles? Oder sind das alte Überzeugungen, die es wert sind hinterfragt zu werden, um dann neue Erfahrungen zuzulassen?

Worum geht es bei New Work, Arbeiten 4.0 etc.?

Wer sich mit New Work oder Arbeiten 4.0 beschäftigt erfährt von neuen Konzepten der Selbstorganisation in Teams, dezentralen Entscheidungsprozessen, authentischer Kommunikation, organischen Organisationsstrukturen, intrinsische Motivation durch sinnstiftendes Arbeiten u. v. a..

Die These ist, dass Organisationen in einer von immer höherer Komplexität bestimmten Welt – hervorgerufen u. a. durch Globalisierung, Digitalisierung – nicht mehr erfolgreich sind, solange sie an den etablierten, hierarchischen Organisationspyramiden und damit einhergehenden Managementpraktiken festhalten. Und: Es gibt bereits Unternehmen, die erfolgreich neue Konzepte der Organisation von Arbeit entwickeln und umsetzen. Einige davon zeigen zum Beispiel die Filme „AUGENHÖHE“ und „AUGENHÖHEwege“ oder man kann über Vorreiter in dem sehr empfehlenswerten Buch „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux lesen, um nur einige Quellen zu nennen.

Auch hier werden viele Ideen davon wie Arbeiten und Unternehmen funktionieren auf den Kopf gestellt. Nämlich unter anderem diese:

  • Mitarbeiter sind dumm. Zumindest zu dumm, um mit ihrem Tun die richtigen Ziele im Sinne des Unternehmens zu verfolgen, ihre Arbeit selbst zu organisieren, Probleme eigenständig zu lösen oder die richtigen Leute hierfür zu finden und einiges mehr.
  • Nur Manager in einer bestimmten hierarchischen Position sind in der Lage verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Nur sie haben das notwendige Wissen.
  • Mitarbeiter sind nicht wirklich motiviert zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. Sie müssen demzufolge äußere Anreize erhalten (häufig wird hier das Bild der hochgehaltenen Möhre verwendet), um gute Leistungen zu erbringen.

Tiefe Überzeugungen sorgen für Stabilität – nicht nur bei der Arbeit

Fällt Ihnen was auf? Es gibt parallelen zwischen den Überzeugungen, wie gute Konferenzen, Tagungen und ähnliche Veranstaltungen funktionieren und wie Organisationen funktionieren.

Das hat auch alles seine Berechtigung. Auch ich lausche gerne guten Speakern, die mir neuen Input geben und mich inspirieren. Aber wie großartig ist es, wenn ich dann auch selbst in einen aktiven Austausch gehen kann? Wenn ich das Gehörte mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen verbinden kann – und zwar nicht nur in meinem Kopf sondern im Austausch mit dem der vielen anderen Teilnehmer. Da sind meist auch kleinere oder größere Experten dabei, die einiges beitragen können. Auch die Diskussion von Fragen kann neue Erkenntnisse erwecken.

Die da oben setzen die Grenzen des Möglichen

Das klassische Konferenzformat beschränkt den Erkenntnisgewinn ebenso wie die klassische Unternehmensorganisation bzw. Managementlehre: Mehr als die Experten bzw. Manager ermöglichen, kann nicht dabei rauskommen. Was nicht heißt, dass das Ergebnis schlecht ist. Aber es könnte vielleicht besser sein, wenn Wissen, Erfahrungen, Neugier, Kreativität etc. aller Anwesenden verknüpft werden.

Frei nach Aristoteles: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

So wie es innovative Unternehmen gibt, die teilweise schon seit vielen Jahren „anders“ arbeiten als die überwiegende Mehrheit und damit oftmals überraschend gute Ergebnisse erzielen, gibt es auch Großgruppen- und Konferenzformate, die „anders“ funktionieren. Als Beispiel sei hier die Open Space Technology genannt.

Open Space – ein offener Raum mit klarer Struktur

Diese gibt einen Rahmen vor, eine Struktur. Es wird ein Thema für die Veranstaltung vorgegeben, beispielsweise New Work. Inhaltlich wird nichts vorgegeben. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin sind eingeladen, die Veranstaltung mit Inhalten zu füllen, die in sogenannten Sessions bearbeitet werden. Jeder kann, keiner muss eine Session anbieten. Jeder ist frei, Sessions komplett zu besuchen, zu wechseln oder Einzelgespräche am durchgehend gefüllten Pausenbuffet zu führen.

Wer gut organisierte Open Space-Veranstaltungen besucht, wird feststellen: Es funktioniert! Wir können darauf vertrauen, dass die richtigen Leute zu dem angekündigten Thema kommen. Dass die Gruppe sich selbst organisieren kann. Dass jeder – egal ob Experte oder Neuling – seinen Beitrag leisten wird, um etwas entstehen zu lassen, das jeden bereichert.

Wenig Kontrolle braucht Vertrauen – und macht glücklich

Wie einfach ist also im Rahmen solcher Veranstaltung den Geist von „New Work“ selber zu erfahren? Sowohl bei den Konzepten von New Work, als auch bei Open Space-Veranstaltungen geht es darum die Kontrolle loszulassen. Als Veranstalter, Teilnehmer, Finanzier weiß ich vorher nicht, was dabei rauskommen wird. Was braucht es für dieses Experiment? Vertrauen. Es braucht Vertrauen, dass sich die Organisation bzw. die Veranstaltung so entwickeln wird, wie es für die Zielsetzung und die Beteiligten richtig ist. Und dann ist es ein Erfolg! Mich machen solche Veranstaltungen nicht nur „schlauer“, sie machen mich auch glücklich. Einfach weil es großartig ist, dieses „Naturereignis“ zu erleben.

Probieren Sie es aus! Es kostet in der Regel nicht viel, im Gegensatz zu anderen Konferenzen.
Nur etwas Zeit und vielleicht etwas Mut.

Ich lade Sie herzlich ein, Ihre persönliche Erfahrung  zu machen beim:

AUGENHÖHEcamp 2016 in Berlin, am 08.09.2016, weitere Infos auf: www.augenhöhe-camp.de

Direkt zu den Tickets geht es hier: http://www.eventbrite.de/o/augenhohecamp-team-berlin-10012318033

Karrieremesse Sticks and Stones

31.03.2016 |

Am 03.06.2016 werde ich im Rahmen der Sticks and Stones Karrieremesse in Berlin Coachings anbieten und freue mich auf spannende Gespräche. Die Coachings sind für Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos, allerdings muss man sich vorab für einen Coaching-Slot anmelden. Mehr Infos zu den Coachings: http://www.the-rockstar.com/de/programm/coaches.html

Die Sticks and Stones ist eine innovative Karrieremesse, die für Vielfalt steht und ein spannendes Programm bietet. Neben spannenden Unternehmen, Speed-Dating-Events und herausragenden Speakern gibt es z. B. einen Lebenslaufcheck oder die Möglichkeit Bewerbungsfotos machen zu lassen. Und natürlich gibt es auch Party…

Die Messe findet am 3. und 4. Juni 2016 im Postbahnhof Berlin statt.

Mehr dazu und Free Tickets finden sich hier: http://www.the-rockstar.com

AUGENHÖHEcamp in Berlin

AUGENHÖHEcamp Berlin
04.03.2016 |

 

Der Termin ist festgelegt, die Location gefunden:

Am Donnerstag, 08.09.2016, findet das 1. AUGENHÖHEcamp in Berlin statt.
Location ist das betahaus in Kreuzberg.

Das barcamp für für Oganisationentwicklung nach dem Motto:

Organisation trifft Mensch

 

 

Alle sprechen von der neuen Arbeitswelt. Aber wie kann man sie gestalten, was konkret tun? Das AUGENHÖHEcamp bietet eine Plattform für Unternehmer, Führungskräfte und Personaler, die sich dazu austauschen und voneinander lernen möchten. Das AUGENHÖHEcamp lädt dazu ein, eigene Erfahrungen weiter zu geben, zu inspirieren und sich inspirieren zu lassen, vom jungen Personaler bis zum gestandenen Geschäftsführer – auf Augenhöhe.

www.augenhoehe-camp.de

Jetzt als Interessent vormerken lassen und Early Bird-Tickets sichern!

Wer Interesse an einer Teilnahme in Berlin hat, schreibt einfach eine Nachricht über das Kontaktformular oder eine Mail. Wir führen eine Liste mit Interessentinnen und Interessenten, die benachrichtigt werden, sobald der Ticketverkauf mit Early birds beginnt.