Gute Mütter? Gute Väter? – Was ist eigentlich gut? | 07.08.2014

Der Einfluss traditioneller Rollenbilder auf die persönliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie

(Teil 1 von 3)

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine große Herausforderung, denn es gibt in der heutigen Zeit auf der einen Seite sehr viele Möglichkeiten, aber auf der anderen Seite keine klaren Regeln und Vorgehensweisen.

Wer alles könnte hat schnell das Gefühl alles zu müssen.

Einen tollen, erfüllenden Job. Ein gutes Einkommen. Zeit und Kraft die Elternrolle gut auszuführen und damit auch für prächtige Kinder zu sorgen. Ein gute Beziehung und Partnerschaft. Und Zeit für eine gute Work-Life-Balance, sprich Sport und/oder Hobby und/oder Freundschaften, die einem ganz allein gut tun und wichtig sind.

Alles zu kriegen ist gar nicht so einfach.

Um nicht zu sagen: es ist ganz schön schwer. Damit sind wir schon mitten im Dilemma. Wie kriegt man das denn nun hin? Wie lautet das Rezept oder die Formel, um alles unter einen Hut zu bekommen und dabei glücklich zu sein? Sich nicht völlig zu überfordern und am Ende zusammen zu klappen?

Vereinbarkeit = Perfektion (Eltern Rolle + Berufstätige Rolle)?

Wie finden Sie diese Formel? Hilft Ihnen das weiter?

Nein, vermutlich nicht. Sie beinhaltet aber einen wichtigen Teil der Konzepte, die beeinflussen, ob Vereinbarkeit von Beruf und Familie für uns stimmig ist oder nicht. Es fällt Ihnen vermutlich schnell auf, dass „Perfektion“ ein sehr hoch hängender Maßstab ist. Was ist schon perfekt? Gut reicht vollkommen aus. Ok. Dann ersetzen wir also „Perfektion“ durch „Gut“. Aber was heißt das eigentlich? Wann ist es denn „gut“?

Was gut ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Wie oben bereits erwähnt, ist vieles möglich, was aber auch bedeutet, dass jeder sich selbst entscheiden sollte. Um hier die eigenen Position zu finden und nicht im „Meer der Möglichkeiten“ unterzugehen ist es sehr hilfreich, sich mit den Rollen von Mutter und Vater, aber auch berufstätiger Frau und berufstätigem Mann zu beschäftigen.

Was heißt „guter Vater“, was „gute Mutter“?

Laut Definition des US-amerikanischen Anthropologen Ralph Linton (1936) stellt die soziale Rolle die Gesamtheit der einem gegebenen Status (z. B. Mutter, Vorgesetzter, Priester etc.) zugeschriebenen „kulturellen Modelle“ dar. Dazu gehören insbesondere vom sozialen System abhängige Erwartungen, Werte, Handlungsmuster und Verhaltensweisen. Diesen Anforderungen muss sich ein Sozialer Akteur entsprechend seiner Position stellen.

Dies ist der 1. Teil einer Blog-Reihe zum Thema “Der Einfluss traditioneller Rollenbilder auf die persönliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie”. Im zweiten Teil wird es um die traditionellen Rollenbilder von Mutter udn Vater in Deutschland gehen.
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